Hoch hinauf

Manche Pflanzen, wie die Mauerkatze, wachsen direkt an der Fassade empor – sie heißen Selbstklimmer und benötigen keine weitere Unterstützung beim Klettern. Alle anderen Kletterpflanzen brauchen eine sogenannte Rankhilfe. Daher werden beim BeRTA All-In-One Paket auch notwendige Rankhilfen individuell für jedes Gebäude mitgeplant

Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Rankhilfen: flexible Konstruktionen (Seile, Netze) oder starre Konstruktionen (Stäbe, Gitter). Auch freistehende Rankhilfen, die mit nur wenigen Ankerpunkten an der Fassade montiert werden, sind möglich.

Bei der individuellen Konfiguration der BeRTA-Module wird von qualifizierten BegrünungsexpertInnen die richtige Rankhilfe und der passende Abstand zum Gebäude vorgeschlagen. Dabei werden verschiedene Kriterien berücksichtigt, wie die Gebäudestatik und Pflanzenlast, die zu begrünende Fläche, der Wandaufbau und die Kletterstrategie der gewählten Pflanze.

Wann kommt eine Rankhilfe zum Einsatz?

Fassadenzustand: Wenn der Zustand der Fassade nicht einwandfrei ist, muss eine Rankhilfe verwendet werden.

Pflanzen: Wenn Pflanzen ausgewählt werden, die keine Selbstklimmer sind, muss eine Rankhilfe verwendet werden.

Seile als Rankhilfe

Seilsysteme sind flexibel in der Anwendung und können daher in unterschiedlichsten Varianten und Abmessungen an die Fassade montiert und sogar vor Ort während der Montage angepasst werden. Vertikale Einzelseile oder auch freie Formen und Gitter sind möglich.

Je nach Begrünungshöhe werden gegebenenfalls horizontale Ebenen eingezogen, damit Pflanzen nicht abrutschen und um die Statik zu verbessern. Der Abstand der Kletterhilfe zur Fassade richtet sich nach der Pflanzenart. Die seitlichen Abstände zu Fenstern werden je nach baulicher Situation angepasst.

Leichte und mittelstarke Schlingpflanzen umwinden das Seil mit ihren Trieben und halten sich so fest. Je nach Gewicht der Pflanze kommen unterschiedliche Seilstärken zum Einsatz.

Netze als Rankhilfe

Netze aus Edelstahl können das optische Erscheinungsbild eines Gebäudes auf spannende Weise verändern und sorgen für einen flächigeren Bewuchs der eingesetzten Pflanzen. Dadurch wird eine flächendeckende Beschattung der dahinterliegenden Fassadenoberfläche möglich.

Je nach Maschenweite kommen unterschiedliche Kletterpflanzen zum Einsatz. Die Ausrichtung der Maschen (liegend, stehend) beeinflusst auch das Wuchsverhalten der Pflanzen hinsichtlich der Wuchsbreite und Wuchshöhe.

Starre Rankhilfe

Starre Rankhilfen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) können linear oder flächig, ohne Spanneinrichtungen montiert werden. Das erleichtert u.a. ihre Verwendung vor Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) und vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF).

Starre Rankhilfen haben eine stark geometrische Form und eine flexible Farbgebung. Sie können daher auch gut als gestalterisches Element eingesetzt werden. Sie eignen sich auch für hohe statische Belastungen. Daher können auch große und schwere Pflanzen auf starren Rankhilfen wachsen.

Freistehende Rankhilfe

Freistehende Grünfassadenmodule können mit lediglich zwei Ankerpunkten als Kippsicherung aufgestellt werden und sind somit bei Bedarf mobil. Da mit einem Modul nur eine reduzierte Begrünungsfläche möglich ist, empfiehlt es sich mehrere Einheiten nebeneinander zu positionieren um so einen großflächigen Effekt zu erzielen.

Das Rankgitterelement besteht z.B. aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und ist mit dem Trog auflastgehalten verbunden. Durch die geringe Begrünungshöhe bieten sich unterschiedliche Pflanzenarten und nicht nur Kletterpflanzen für die Begrünung an.

ACHTUNG: Als Kippsicherung sind zwingend zumindest zwei Ankerpunkte an der Fassade zu setzen.

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