Hegen & Pflegen

Um wachsen und gedeihen zu können, brauchen die Pflanzen der BeRTA-Grünfassade regelmäßige Zuwendung. Dabei gibt es Aufgaben, die ohne spezielles fachliches Know-How durch HausbewohnerInnen oder ein Hausbetreuungs-Service übernommen werden können – wie das Gießen, regelmäßige Kontrolle und das Düngen. Etwa 1-2 Mal pro Jahr sollte eine Kontrolle und gegebenenfalls Rückschnitt durch Begrünungs-Profis erfolgen.

Eine detaillierte Pflegeanleitung erhalten Sie bei Lieferung der BeRTA-Grünfassade.

Häufigkeit der Maßnahmen:

  • Gießen: 1-2x pro Woche
  • Sichtkontrolle: 1-2x pro Monat
  • Düngen: 3x pro Jahr

LAUFENDE KOSTEN

Die laufenden Kosten für Wasser und Pflege durch Profis können über die Betriebskosten abgerechnet werden. Wenn HausbewohnerInnen/ Pflegeverantwortliche das Gießen, die Sichtkontrollen und das Düngen unentgeltlich übernehmen, belaufen sich diese Kosten bei zumindest 2 Trögen derzeit insgesamt auf ca. 180,- € pro Pflegedurchgang (1-2 x jährlich).


Pflege durch BewohnerInnen oder Hausbetreuung

Gießen

Die Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Der Wasserbedarf ist abhängig von:

  • Standort: Strahlungsintensität, Temperaturen, Windverhältnisse, natürlichem Eintrag von Regenwasser, Beschattung, etc.
  • Vegetation: Pflanzenart, Alter, Größe
  • Wichtig: Bedarfsgerechte Winterbewässerung nicht vergessen, besonders bei immergrünen Pflanzen und Modulen, die nach Süden ausgerichtet sind

Damit Sie immer überprüfen können, ob das Wasserreservoir des Moduls gefüllt ist, ist ein Kontrollschacht eingebaut. Eine Überwässerung des Grünfassadenmoduls ist sehr problematisch für die Pflanze – schlimmer als eine Durststrecke. Daher ist es notwendig, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Überläufe des Moduls frei sind und funktionieren.

Tipps:

  • Achten Sie auf einen sparsamen Einsatz der Wasserressourcen
  • Verwenden Sie Regenwasser statt Leitungswasser

Es dürfen keinesfalls giftige Stoffe über das Gießwasser in das Substrat gelangen. Wenn Sie sich über die Regenwasser-Qualität nicht sicher sind, verwenden Sie besser Brunnen- oder Leitungswasser.

Bewässerungsvarianten:

Manuelle Bewässerung: Regelmäßige Kontrolle des Wasserbedarfs und Bewässerung mittels Gießkanne oder Schlauch

Oder automatisches Bewässerungssystem z.B. mit Tropfschläuchen (in der Mulchschicht verlaufend; punktuelle, lineare oder flächenförmige Anfeuchtung möglich)

  • Wasser- und Stromanschluss notwendig
  • Steuerung über Zeitschaltuhr oder Sensorik und Datenlogger
  • Möglichkeit der Zuleitung und des Anschlusses/Verlegung notwendig
  • Professionelle Überwachung, fachkundige Wartung und teils Nachsteuerung und Anpassung notwendig

Sichtkontrolle

Das BeRTA Grünfassaden-Modul zeichnet sich durch höchste Qualität der technischen Komponenten aus. Trotzdem kann es durch Auswirkung von außen oder unvorhergesehene Ereignisse zu Schäden kommen.

Der Zustand des Moduls sollte regelmäßig überprüft werden:

  • Regelmäßige Sichtkontrolle: Prüfen auf Verunreinigungen, Materialermüdung, Schäden etc.
  • Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktion des Überlaufes
  • Reinigung der Materialien mit passenden Methoden (bitte Angaben des Herstellers beachten)
  • Bei flexiblen Rankhilfen: Prüfen der Spannung von flexiblen Kletterhilfen , ggf. Nachspannen (beim ersten Mal durch professionelle Unterstützung)

Falls Sie eine Verunreinigung feststellen konnten, beobachten Sie auch die Reaktion der Pflanze: je älter, robuster und eingelebter, desto weniger anfällig ist sie bei Veränderungen ihrer Umwelt. Wenn es häufiger zu Verunreinigungen kommt, empfehlen wir die Nachrüstung einer Blende.

Verunreinigungen

Um Vandalismus zu vermeiden, wurde eine spezielle Bauform und Höhe des Moduls gewählt. Falls es dennoch zu Verunreinigungen kommt, gilt es folgendes zu beachten:

  • In den meisten Fällen von flüssigen Verunreinigungen (z.B. Getränke oder Urin von Menschen/Tieren) hilft das Durchspülen des Substratkörpers mit Wasser oder wenn nötig Austausch bzw. Ergänzung von Substrat.
  • Feststoffe wie Zigarettenkippen, Kot, Essensreste, Verpackungsmüll und ähnliches: Hier hilft in der Regel das Absammeln mit Handschuhen in einen Müllsack und die Entsorgung.

Düngen

Pflanzen benötigen über den Jahresverlauf gesehen unterschiedliche Hauptnährstoffgruppen (NPK), die vorrationiert zur Verfügung stehen.

Dafür kommen Feststoffdünger oder Depotdünger zum Einsatz. Beim Einsatz einer automatischen Bewässerungsanlage ist auch der Einsatz von Flüssigdünger möglich.

Im Frühling beispielweise ist die Bildung von jungen Trieben und Blattwerk wichtig, daher sollte das Reservoir mit verfügbarem Stickstoff (N) gefüllt werden. Über den Sommer freuen wir uns über Blüten – um das Blühverhalten zu stärken, hilft Phosphor (P). Im Winter ist Frostresistenz und Härte gefragt – daher beginnen wir im Herbst, die Pflanze mit Kalium (K) zu stärken.

Eine Überdüngung ist in jedem Fall fatal für den pH-Wert des Substrates und für die Pflanze, sollte daher jedenfalls vermieden werden. Halten Sie sich daher bitte genau an die Anweisungen – denn weniger ist oft mehr.

Entscheiden Sie sich im Sinne des Klimaschutzes und der Artenvielfalt für eine ökologische Pflege. Pflanzenstärkungsmittel und organische Dünger werden mit geringem Energie-und Chemieeinsatz hergestellt. Vorbeugende Pflanzenstärkung und –pflege kann rechtzeitig Krankheiten und Schädlingsbefall verhindern. Im Ernstfall stehen biologische Pflanzenschutzmittel zur Verfügung.
Informationen zu ökologischen Pflegeprodukten erhalten Sie bei DIE UMWELTBERATUNG.

Welche Möglichkeiten der Düngung gibt es?

  • Feststoffdünger, Depotdünger laut Angaben einbringen (natürliche Feststoffdünger wie z.B. Hornspäne sind möglich)
  • Flüssigdünger: Nährstoffversorgung ist über automatisierte Bewässerungsanlage möglich
  • Achtung: Es müssen geeignete Schläuche und Bauteile verwendet werden, ansonsten besteht die Gefahr der Versinterung (Verstopfung) der Schläuche speziell bei Bioflüssigdüngern.

Pflege durch Gartenbau-Unternehmen

In regelmäßigen Abständen – ein oder zweimal pro Jahr – sollte jedes Grünfassaden-Modul von Profis gepflegt werden.

Maßnahmen

  • Sichtkontrollen in Bezug auf das optische Erscheinungsbild der Pflanze (Schadbilder: Blätter hängen, wirken lasch, sind nicht in der richtigen Jahreszeit verfärbt, wirken fahl, haben braune Flecken, Schädlingsbefall mit freiem Auge erkennbar, etc.)
  • Form-, Erziehungs- sowie Rückschnitte der Vegetation je nach Pflanzenart
  • Lenken und ggf. fixieren von Trieben bei Kletterpflanzen wenn diese sich abgewickelt haben sollten, z.B. durch ein Sturmereignis mit geeigneten Bindern
  • Entfernen von abgefallenem Laub und Fremdvegetation
  • Entfernen und Ersetzen von ausgefallener Vegetation

Häufigkeit

Wie oft muss die Begrünung von Profis gepflegt werden? Der Pflegeintervall ist abhängig von der Bepflanzung und dem gewünschten Erscheinungsbild.

  • empfohlen mind. 1 x jährlich im Frühjahr
  • besser 2 x jährlich im Frühjahr und Herbst, oder öfter bei Bedarf: Regelmäßige Sichtkontrolle für rechtzeitiges Erkennen von notwendigen Maßnahmen
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